I-Bergrennen 2001
Am 30.6/1.7 Juli fand in Heiligenstadt der zweite Lauf zum NSU - Bergpokal und der dritte Lauf zum Kübler Gruppe H Bergcup statt. Im NSU - Bergpokal gingen acht Fahrzeuge an den Start, leider mußte Uwe Schäf den Start wegen technischer Probleme an seinem grünen Renner absagen. Im Gruppe H Bergcup vertraten zwei Prinzen die Firma aus Neckarsulm. Horst Fleischer und Manfred Mühlberg stellten sich der mächtigen Streitmacht der bärenstarken Polos.
Das Fahrerlager in Heiligenstadt befand sich mitten in einem Stadtviertel, zwischen Pizzeria und Supermarkt.

Neu am Start im NSU - Bergpokal ist Martin Kramer aus Sundern, im Sauerland. Sein grüner Prinz wurde mit einem ehemaligen Navc Slalommotor bestückt, dieser hatte zwar nicht die Spitzenleistung, doch zum testen des Fahrzeugs war er gut genug. Die Bayreuther NSU- Streitmacht wurde vertreten von Helmut Kunz auf dem ehemaligen Gruppe 5 NSU von Max Stocker, sowie Jochen Hacker auf seinem roten Renner.
Thomas Anke aus Hamm und Detlef Schmidt aus Berlin hatten ihre Autos mit Front und Heckflügeln bestückt, eben so wie ein richtiger Gruppe 5 NSU am Berg aussehen muß. Jürgen Lätsch und Bernd Wenninger sind natürlich zwei bekannte Größen in der NSU - Cup Szene, schon seit Jahren halten sie die NSU Fahnen am Berg hoch. Robin Podak, ab jetzt auch regelmäßiger NSU Bergcup Teilnehmer wird das Feld in Zukunft bereichern. Mit Vater Günter stellen Sie einen wundervoll aufgebauten TT an den Start.

Das Training verlief für alle NSU - Treter reibungslos. Thomas Anke überraschte mit 1.14er Zeiten, dicht gefolgt von Helmut Kunz, Detlef Schmidt, Jürgen Lätsch und Bernd Wenninger. Diese vier Fahrer waren alle zwischen 1.15 und 1.18 Minuten unterwegs. Robin Podak, erstmals nur mit 1250er Motor unterwegs und Martin Kramer dessen TT noch mit einer TTS - Nockenwelle bestückt waren hatten natürlich ein Leistungsmanko auf den unteren langen Geraden und fuhren Zeiten so um die 1.25. Nun zur Gruppe H , bei Horst Fleischer paßt das Fahrer und Technikpaket sehr gut zusammen, mit 60kg Mehrgewicht gegenüber den NSU - Cup Autos waren im Training auch Zeiten um 1.14 möglich. Manfred Mühlberg aus Berlin war ebenfalls schnell unterwegs, sein neuer Einspritzmotor lief sehr gut. Nach Trainingsende wurden die NSU Fahrzeuge abgestellt und es mußte nur sehr wenig geschraubt werden. Helmut wechselte noch eben mit seinem Bruder das Getriebeeingangsrad und die Kupplung. Anschließend wurde sich frisch gemacht und einer gemütlichen Weizenbierrunde in einer heimischen Kneipe stand nichts mehr im Wege. So gegen Mitternacht wurden aber dann die Schlaf Quartiere aufgesucht, man wollte für das Rennen fit sein. Am Morgen wurde man dann im Fahrerlager von warmlaufenden Motoren geweckt. Zuerst wurde noch ein Trainingslauf gestartet, da die Strecke in den Waldpassagen noch naß war. Die Rennläufe begannen ab Mittag , im NSU - Bergpokal begann ein heißer Kampf an der Spitze, Helmut Kunz führte nach zwei Läufen mit Zehntelvorsprung vor Thomas Anke, eine Sekunde dahinter kämpften Jürgen Lätsch und Detlef Schmidt um die weiteren Positionen , ein Schaltfehler wäre bereits eine Vorentscheidung gewesen. Detlef Schmidt fühlte sich im oberen Geschlängel wohl, man sah nur qualmende Vorderräder und ein driftendes Heck.
Jochen Hacker und Bernd Wenninger lieferten sich den dritten Zweikampf. Jochen hatte im frühen Training Leitplankenkontakt, doch das eingedrückte Blech konnte schnell wieder gerichtet werden. Robin Podak und Martin Kramer fuhren Zeiten knapp über 1.20 min, stärkere Motoren für diese Fahrzeuge sind bereits in Vorbereitung. Im dritten Lauf wandelte sich das Blatt, Thomas Anke fuhr sauber und schnell, Bestzeit und Rang 1.Helmut Kunz sein Motor lief nicht mehr ganz sauber, aber trotzdem Rang zwei mit ein paar Zehnteln Rückstand. Detlef Schmidt im beherzten Drift auf Rang drei vor Jürgen Lätsch, der kurz vor dem Ziel einem Kupplungsschaden zum Opfer viel, Rang 4, gefolgt von dem immer sauber und schnell fahrendem Bernd Wenninger. Jochen Hacker knapp dahinter auf Position sechs. Robin und Martin belegten die Ränge 7 und 8, aber mehr ist mit den zirka 100Ps starken Triebwerken auch nicht drin.
In der Gruppe H spulte Horst Fleischer ein wahres Feuerwerk ab. Mit zum Schluß niedrigen 1.13er Zeiten peilte er sogar die bestehende NSU Bestzeit von Andreas Kuhnert an und wurde trotz mehr Gewicht schnellster NSU an diesem Wochenende. Manfred Mühlberg viel leider schon im ersten Wertungslauf mit Kupplungsschaden aus.
Alles in allem ein klasse NSU - Rennwochenende, nun blickt man am 11/12. August auf das Bergrennen in Osnabrück, wo der Gruppe H Bergcup, der DMSB NSU Bergpokal und eine historische Gleichmäßigkeitsprüfung mit Abarth und NSU Fahrzeugen auf dem Programm steht. Diese Veranstaltung dürfte die beste im Jahr 2001 werden!!!
Frank Altstädt