Schritt für Schritt zur H-Zulassung für NSU-Fahrzeuge

Seit dem letzten Jahr haben sich die Zulassungskriterien für die Zulassung mit histoischem H-Kennzeichen geändert. In dem nachfolgenden Fragenkatalog kann man sehen, was, wie und wann an einem historischen Fahrzeug geändert werden durfte und trotzdem noch eine steuergünstigere H-Zulassung möglich ist. Hir sind im Besonderen modifizierte NSU Wettbewerbsfahrzeuge und zeitgerechte Umbarten verschiedener Art zu berücksichtigen.

H-Abnahme eines NSUs beim GTÜ

H-Abnahme eines NSUs beim GTÜ

Oldtimerbegutachtung

Schritt für Schritt zur H-Zulassung
 Rund 233.000 Oldtimer sind in Deutschland mit einem H-Kennzeichen zugelassen. Doch bevor der Klassiker das begehrte H-Kennzeichen tragen darf, steht eine Oldtimerbegutachtung nach § 23 StVZO bei einer Prüf- und Sachverständigenorganisation wie der GTÜ auf der Agenda.

Als im Jahr 1997 das H-Kennzeichen für Oldtimer eingeführt wurde, war die dazugehörige Begutachtung ausschließlich der Technischen Prüfstelle vorbehalten. Diese Begutachtung erfolgte nach einem Anforderungskatalog, der für den Fahrzeughalter nicht in allen Punkten nachvollziehbar war und verhinderte insbesondere den Neuaufbau historisch korrekt modifizierter Fahrzeuge.

Seit dem 1. März 2007 erfolgt die Begutachtung eines Fahrzeugs zur Einstufung als Oldtimer nach § 23 StVZO und seit diesem Datum darf auch GTÜ die Begutachtungen durchzuführen. Unter aktiver Mitwirkung der GTÜ wurde rechtzeitig zum 1. März 2007 der Entwurf einer neuen Richtlinie samt Anforderungskatalog fertiggestellt. Es dauerte jedoch noch mehr als vier Jahre, bis die neue und nur noch in Teilen überarbeitete Richtlinie nach Verkündigung im April 2011 zum 1. November 2011 endlich in Kraft trat.

Vier Fragen: Oldtimer – oder doch nur ein altes Auto?
Soll ein originalgetreu erhaltenes Fahrzeug für die Einstufung als Oldtimer begutachtet werden, dann ergeben sich aus dem Anforderungskatalog dazu maximal vier konkrete Fragen:
Frage 1: Ist für das Fahrzeug eine Erstzulassung vor mehr als 30 Jahren nachweisbar? Wenn ja, weiter mit Frage 3. Wenn nein, weiter mit Frage 2.
Frage 2: Ist das Fahrzeug nachweislich vor mehr als 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen?
Frage 3: Ist das Fahrzeug in einem originalgetreuen Gesamtzustand?
Frage 4: Ist das Fahrzeug in einem guten Pflege-/Erhaltungszustand und mängelfrei im Sinne der StVZO, unter Berücksichtigung des damaligen Standes der Technik?

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Können diese Fragen mit ja beantwortet werden, kann das Fahrzeug als Oldtimer eingestuft werden. Ist das Fahrzeug nicht in einem originalgetreuen Gesamtzustand, sondern modifiziert, so ergeben sich aus dem Anforderungskatalog dazu maximal fünf weitere konkrete Fragen:

Zusatzfrage 5: Wurden die Änderungen gegenüber dem Originalzustand bereits vor mehr als 30 Jahren vorgenommen? Wenn ja, dann sind dieses Änderungen zulässig. Wenn nein, weiter mit Frage 6.

Zusatzfrage 6: Entsprechen die Änderungen gegenüber dem Originalzustand einem anderen Modell aus der Fahrzeugbaureihe? Wenn ja, dann sind diese Änderungen zulässig. Wenn nein, weiter mit Frage 7.

Zusatzfrage 7: Wurden die Änderungen innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung vorgenommen? Wenn ja, dann sind diese Änderungen zulässig. Wenn nein, weiter mit Frage 8.

Zusatzfrage 8: Wären die Änderungen gegenüber dem Originalzustand innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung möglich gewesen und sind diese historisch korrekt durch Nachbildung eines historischen Vorbilds? Wenn ja, dann sind diese Änderungen zulässig. Wenn nein, weiter mit Frage 9.

Zusatzfrage 9: Sind die konkreten Änderungen gegenüber dem Originalzustand im Beispielkatalog des Anforderungskataloges als zulässig aufgeführt? Wenn ja, dann sind diese Änderungen zulässig. Wenn nein, dann kann das Fahrzeug nicht als Oldtimer eingestuft werden.

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Der unter Mitwirkung der GTÜ erstellte neue Anforderungskatalog ist logisch aufgebaut, für den Fahrzeughalter transparent und nachvollziehbar und wird den Anforderungen der Praxis und einer vielfältigen Oldtimerszene gerecht.

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Zum Originalartikel  des Auswahlfragenkatalogs beim GTÜ:

* http://www.gtue-oldtimerservice.de/index.php?idp=126&operate=npdetails

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am 14.04.2012 GeGe

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GeGe
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50 Jahre NSU Prinz 4 >>1961 – 2011

Der neue „Prinz 4“ von NSU wird 50 Jahre alt

GeGe

NSU Prinz4 Werbebild 1961

Empfangskommitee am Vorstart

Nachdem NSU im Jahre 1958 die Automobilproduktion wieder aufgenommen hatte, wurden bis August 1961 über 100000 Fahrzeuge der Typen Prinz I, II, III und Sport-Prinz produziert. Mittlerweile strebte die junge Bundesrepublik zu neuen wirtschaftlichen Höchstleistungen. Nur mit der politischen Wiedervereinigung klappte es 1961 noch nicht. Die DDR-Oberen ordneten Flugs das Stopfen des letzten Loches im Eisernen Vorhang an. In der Nacht zum 13. August 1961 wurde mit dem berühmt, berüchtigten Mauerbau begonnen (Trotz der Beton-Schnell-Fertigbauweise hielt Sie bis zur Überwindung am 09.11.1989). Gerade am 59. Geburtstag von Felix Wankel (13.08.1902 – 09.10.1988). Die aufstrebende Marktwirtschaft wuchs beständig und die Bundesdeutschen strebten nach komfortabler, überdachter Massenmotorisierung. Die kleinen Prinzen der ersten NSU Nachkriegsgeneration entsprachen alsbald optisch und von der angebotenen Größe nicht mehr dem Wunschdenken der möglichen Käufer. Der in Arbeit befindliche Wankelmotor, für den es wahrscheinlich eine neue Designlinie geben sollte, war noch (lange) nicht serienreif.

Also machte man sich auf die Suche nach einem Nachfolgeprodukt der Prinzen. Nach einigen Designversuchen entdeckte man auf dem Genfer Automobilsalon 1960 den neuen amerikanischen Kompaktwagen Chevrolet Corvair, mit einer geradlinig schlichten Karosserieform und eine horizontal umlaufenden Kante sowie einem Sechszylinder-Boxermotor im Heck. Daraus wurde flugs die Idee für die neue Karosserieform des/der kommenden Prinzen festgelegt. Alle anderen Vorentwürfe wurden gestoppt. Innerhalb kürzester Zeit wurde von NSU ein neuer Kompaktwagen im Corvair-Design vom neu eingerichteten Stilbüro mit Claus Luthe aus dem Hut gezaubert. Beibehalten wurde dabei das bewährte Achskonzept der Prinzen, als Motorisierung wurde der bereits bewährte 30 PS Zweizylinder Twin aus dem Sport-Prinz übernommen und das ganze Paket zum Kompaktwagen neuen Stils zusammengestellt und umgesetzt. Nach einer vorbereitenden Startphase im August begann im September 1961 die Serienfertigung des neuen Hoffnungsträgers, dem NSU Prinz 4, jetzt mit arabischer Ziffer 4 nummeriert.

Der neue Kompaktwagen wurde zur Basis der gesamten Hubkolbenbaureihe mit den daraus entwickelten  Typen Prinz 1000, Prinz 1000 TT, Typ110, TT und TTS bis hin zum NSU 1200C Automatik. Zuerst wurde die Karosserie nach hinten verlängert, endlich konnte ein lange erwarteter modern konzipierter quer liegender, neu entwickelter luftgekühlter Vierzylindermotor implantiert im ersten Erweiterungsschritt 1963 der Prinz 1000 entstehen. Dann wurde im nächsten Schritt ein vergrößerter Kofferraum vorne angebaut, 1965 der Typ 110. Alles mit bemerkenswerter Feinfühligkeit der Umsetzung bei den jeweils anstehenden Karosseriemodifikationen.

Der Ur-Prinz 4 wird nach kurzer Anlaufphase von September 1961 bis zum Juli 1973 gebaut. Die offizielle Vorstellung erfolgt ab dem 21. September 1961 auf der IAA in Frankfurt, die interne Bezeichnung ist Typ 47. Insgesamt wurden von den Prinz 4 Typen mindestens 581967 Stück gefertigt (hier gibt es unterschiedliche Aussagen von NSU und anderen Quellen, in den VDA Unterlagen kommt man nur auf 576569 Stück, manche Quellen sprechen sogar von 625000 Exemplaren). Doch ungeachtet dieser kleinen Abweichungen bleibt der Prinz 4 das am längsten und am meisten produzierte NSU Automobil. Einen großen Anteil daran hatte dabei auch der ausgezeichnet laufende Export nach Italien.

Prinz 4 seitliches Schnittbild mit Heckmotor

Prinz 4 Schnittbild

Der Prinz 4 hat einen Parallel-Twin Zweiylinder-Motor im Heck. Er leistet 30 PS (22 kW) aus 598 cm³. Das ermöglicht ihm eine Spitzengeschwindigkeit von etwa 120 km/h. Er hat eine selbst tragende Karosserie. Der Prinz 4 wiegt nur 555 kg und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 1000 kg, also eine Zuladung von 445 kg (das schaffen heute selbst Luxuslimousinen nicht mehr). 1961 wird der Prinz 4 zunächst als Viersitzer zugelassen, kurze Zeit folgt die Zulassung aus Fünfsitzer. Für sportliche Ambitionen wird zeitnah bereits 1962 eine Homlogation ( FIA/CSI Nr. 1103 als Tourenwagen) angestrebt, um mit dem neuen Vorzeige-NSU auch an Sportveranstaltungen teilnehmen zu können. Das klappt auch ganz gut. Im Jahr 1964 kann ein französisches Team mit einem Prinz 4 sogar ein Sieg in der Klasse bis 700 cm3 bei der Rallye Monte Carlo erringen. 1966 wird noch eine zusätzliche Homlogation als Serientorenwagen unter der Nr. 5056 bei der FIA beantragt.

Zunächst war es eine Überraschung, als man erfuhr, dass der neue Prinz 4 nicht in die Hubvolumenklasse der Borgward Arabella oder der Renault Dauphine aufgetaucht ist. Es zeigte sich damals, dass mit dem viel größeren Wagen ausschließlich die Karosserie gemeint war. Das bewährte, zwischenzeitlich mehrfach verbesserte Fahrwerk und vor allem der sehr bewährte 30-PS-Viertaktmotor mit Exzenterwellen-Antrieb der oben liegenden Nockenwelle haben eine neue Karosserie bekommen, die im Innenraum für Personen und Gepäck viel Platz für einen Kleinwagen bietet.

Prinz4 5-Sitzer Leichtbau

Durch diese Maßnahmen entstand ein sehr kompakter Wagen, der sich durch große Ausnutzung des Raumes und gute Sichtmöglichkeit nach allen Seiten auszeichnet. Die hochgezogenen Scheiben und die schmalen Pfosten bieten eine hervorragende Rundumsicht, Die Karosserieecken sind vom Fahrersitz aus exakt zu sehen,. Die Rückenlehnen vorn .sind verstellbar. Die hoch herausgezogene, betonte Gürtellinie (mit aufgesetzter, umlaufender Zierleiste), die die glatten seitlichen Flachen auflockert, gibt dem Prinz eine Streckung, die ihm bei seiner Bauart optisch zweifellos gut steht.

Der Hauptzweck, mehr Innenraum zur Verfügung zu stellen, ohne ein , grundsätzlich neues Fahrwerk bauen zu müssen, ist mit Geschick durch eine von Modeströmungen fast freie, in erster Linie der technischen Funktion dienende Formgebung gelöst worden. Immerhin wurde der Prinz  4  von 1961 bis 1973 fast unverändert produziert. Wer die über die Jahre durchgeführten kleinen Modellpflegemaßnahmen genau verfolgen will, der sollte einmal in unser Sonderausgabe der PP Zweizylindertypologie vom Sommer 2007 nachschlagen.

Die serienmäßige Ausstattung umfasst die einstellbare Heizung und Frischluftzufuhr,  weiter entwickelt vom Prinz III, Schwenkfenster, Lichthupe und Lenkschloss. Auf Wunsch kann, gegen Mehrpreis folgendes Zubehör geliefert werden:

Eine Scheibenwaschanlage, eine elektrische Zeituhr, eine Kraftstoffuhr, eine Kontrolleinrichtung für den Startvergaser, ein Lenkradsignalring, eine versteckte Hupe, zweifarbige Türseitenverkleidungen mit einer zweiten Türtasche, einen Haltegriff am Armaturenbrett, zwei Halteschlaufen mit Kleiderhaken, ein zusätzlicher Aschenbecher im Fond, eine Innenbeleuchtung über Türkontaktschalter und eine zweite Sonnenblende mit Spiegel.  Fast alle Prinz4 hatten dieses Sonderausstattung Typ „L“.

Durch geschickte Unterbringung des Kraftstofftanks (mit 37 Liter Inhalt) gelang es, einen großen, glattflächigen 250 Liter-Kofferraum zu schaffen, groß genug, um auch umfangreiches Urlaubsgepäck aufzunehmen. Die Zuladung ist mit 435 kg als bemerkenswert anzusehen.

Motor—Getriebe—Fahrwerk—Heckantrieb

Der Zweizylindermotor des Prinzen kann die Motorradvergangenheit der NSU Motorenwerke nicht verleugnen. Bei einem Paralleltwin-Viertakt-Motor bewegen sich die beiden Kolben gleichzeitig nach oben und unten. Problem bei den ersten Motoren war die Aufhängung des Motors und die Dämpfung zur Karosserie, weil sich extreme Schwingungen übertrugen. Diese Schwingungen bekam man mit speziellen Silentblöcken in den Griff. Der Motor verfügt über eine Dynastart-Anlage, d.h. eine von Bosch entwickelte kombinierte Anlasser-Lichtmaschine. die Ladeleistung ist für heutige Verhältnisse natürlich sehr begrenzt. Doch innovative Autos haben heute wieder Dynastatanlagen installiert, die im Kupplungsgehäuse mit eingebaut sind und bei Bedarf für zusätzliche Antriebskraft beim Beschleunigen sorgen können und bei gemütlichem Reisetempo lädt das Kombiaggregat dann die zusätzlichen Energiespeicher (Akkupacks) auf, das hat man in den 60er Jahren leider noch nicht so perfekt hin gekriegt.

Zweizylinder Twin-Motor

Der neue Prinz 4 übernimmt das Top-Aggregat der erfolgreichen Vorgänger. Er hat mit gleich bleibenden 30 PS bei 5500 U/min ein nur um wenige von 583 cm3 auf 598 cm3 erhöhtes Hubvolumen. Die Zylinderbohrung wurde um einen Millimeter von 75 auf 76 mm Durchmesser erhöht. Der mittlere Druck mit 8,2 kg/cm2 bei 5500 min-1 und mit 9,4 kg/cm2 als Höchstwert bei 3250 min-1 ist bei einem Verdichtungsverhältnis von nur 7,5:1 als hoch zu bezeichnen und zeigt das Können der Neckarsulmer Motorenbauer. Diese erreichten Werte dürfen als ein unmittelbares Ergebnis der NSU-Steuerung mit obenliegender Nockenwelle, Exzenterstangenantrieb und günstigem Verbrennungsraum angesehen werden.

Die Motoranordnung mit Getriebe und Hinterachsgehäuse als Blockkonstruktion ist unverändert, von den serienmäßigen Verbesserungen im einzelnen abgesehen, vom Prinz III übernommen; auch die Lage des Kühlgebläses auf der Kurbelwelle ist geblieben.

Am Fahrwerk hat sich nichts Grundsätzliches geändert. An der Vorderachse ist das Achsrohr und die Lage der Lenkung den Erfordernissen der neuen Karosserie angepasst worden.

Die Federn sind hinten progressiv wirksam und mit einem zusätzlichen Gummi-Luftkissen Typ Prinzair im letzten Teil des Federweges ausgerüstet Die doppelt wirkenden Teleskop-Stoßdämpfer greifen zur größeren Empfindlichkeit sehr nahe an den Rädern an. – An der über eine Gummi-Zusatzfeder progressiv wirkenden Vorderachsfederung ist zwecks Verringerung der Seitenneigung in Kurven ein Torsions-Stabilisator hinzugekommen; sonst sind die Querlenker-Aufhängung und auch die sehr direkte Lenkung mit voll gekapselter Zahnstange fast un­verändert geblieben, jedoch den größeren Kräften angepasst worden.

Der neue Prinz 4 stellte eine konsequente Weiterentwicklung und Ergänzung der ersten NSU Prinz-Reihe dar, bei der die Konstrukteure bewährte Elemente beibehielten, im Bereich der Karosserie und der Ausstattung jedoch völlig neue Wege gingen. Die Karosserie des Prinz 4 wurde von Grund auf neu gestaltet, wobei mit Erfolg angestrebt wurde, einen möglichst großen Innenraum für vier Erwachsene und ausreichenden Gepäckraum zu schaffen. In der Tat bot der Prinz 4 im Inneren Abmessungen, wie man sie damals bestenfalls im Bereich der Mittelklassewagen fand. Seine Form entsprach der damals gültigen Kompaktlinie; sie war von gediegener, moderner Eleganz. Große Glasflächen gaben dem Fahrer einen weiten Überblick und erleichterten ihm Fahrten im dichten Verkehr und Parkmanöver. So gelang es, durch ökonomische Auslegung bei einer handlichen Gesamtfläche, viel Nutzraum mit hohem Komfort zu schaffen.

Bei dem günstigen Eigengewicht des NSU Prinz 4 von nur 565 kg ergab sich ein Leistungsgewicht von lediglich 18,8 kg/PS, ein guter Wert, der dem Wagen schönes Temperament (von 0 bis 80 km/h in 14,0 Sek.) und die stattliche Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h sicherte. Der Normverbrauch nach DIN 70030 betrug 5, 7 Liter/100km.

Tabelle Technische Daten NSU Prinz 4
Zweizylinder Vertikal- Twin, Viertaktmotor, Luftkühlung durch Gebläse
Bohrung x Hub 76 x 66 mm
Hubraum 598 ccm
Leistung 30 PS bei 5600 U/min
Drehmoment 4,5 mkg bei 3250 U/min
Verdichtung 7 ,5 : 1
Vergaser Solex 34 PCI
Ventile V-förmig hängend, o
obenliegende Nockenwelle, angetrieben durch 2 Schubstangen
Druckumlaufschmierung 2, 75 Liter Öl
Elektrische Dynastartanlage, 12 Volt/32 Ah, Batteriezündung
Kraftübertragung Hecktriebblock, Motor quer hinter der Hinterachse, Motor mit Getriebe und Differential in einem Gehäuse, Kupplung Einscheiben- Trockenkupplung, mechanisch betätigt
Getriebe 4 Gang-Vollsynchrongetriebe
Selbsttragende Ganzstahlkarosserie
Aufhängung vorne: Einzelradaufhängung an Doppel-Querlenker, Schraubenfedern
Aufhängung hinten: Einzelradaufhängung, Pendelachse, Querlenker, Schraubenfedern, Luftkissen
Zahnstangenlenkung, 3 Lenkradumdrehungen
Hydraulische Vierrad- Trommelbremsen
ab 11/1964 auf Wunsch: Scheibenbremsen vorn
Räder bis 11/64: Felgen: 3,00 x 12, Reifen: 4,40- 12
ab 11/64: Felgen: 4,00 x 12, Reifen: 5,00- 12
ab 1969: Reifen: 5,65/135 -12
Länge 3.440 mm  Breite 1.490 mm  Höhe 1.360 mm
Radstand: Spur 2040 mm // 1.230 / 1.200 mm ab 1969: 1.237 / 1.209 mm
Gewicht/zul. Gesamtgewicht 570 kg / 1.000 kg
Spitze / Verbrauch 120 km/h Der Normverbrauch nach DIN 70030 betrug 5, 7 Liter/100km
Neupreis 1961: DM 4.686.–(Prinz4S), 1972: DM 5.200.–(L)

Prinz4 Export nach Italiene, dort war er sehr beliebt

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Dieser Artikel ist eine vereinfachte und verkürzte Version aus der Prinzenpost 125, Stand 31.10.2011 GeGe

 

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Neues NSU Autobuch 2011

NSU Automobile Typen Technik Modelle

GeGe

Neues NSU Buch von Klaus Arth in der „Edition Audi Tradition“

Buchdeckel NSU Auromobile Klaus Arth

Buchdeckel NSU Auromobile Klaus Arth

Klaus Arth ist ein bekannter Autor rund um NSU Dinge, bisher hat er sich hauptsächlich mit den verschiedenen Zweirad Typen befasst. Er ist natürlich auch Mitglied in der NSU-Prinz-IG und in der NSU-Zweirad-IG. Seine Zweiradbücher sind u.a.

NSU Motorräder 1945-64: Besser fahren auf NSU Gebundene Ausgabe (April 2001)

NSU FOX: Fixe Fahrer fahren Fox, Taschenbuch (Juli 2007)
NSU Motorräder 1900-1945: Greif zu – fahr NSU
– Gebundene Ausgabe (April 2008)

Doch nun zur Entstehungsgeschichte des neuen NSU-Autobuches. Zufällig im Frühjahr 2008 traf er nach dem Einkaufen in seinem Heimatort Bad Wimpfen (das liegt in ummittelbarer Nähe von Neckarsulm) zufällig Ralph Plagmann (den NSU Fachmann von der Audi Tradition) auf einem heimischen Supermarktparkplatz. Dieser fragte ihn, ob er nicht ein Buch über NSU-Automobile schreiben wollte. Gefragt, gesagt, getan: Hier ist nun das Ergebnis. Im April 2011 ist das Werk im Delius Klasing Verlag erschienen. Noch ein paar Daten zum Buch: NSU Automobile –Typen – Technik – Modelle (Edition Audi Tradition), 311 Seiten, 215 schwarz-weiße und 60 farbige Fotos (viel neues Material aus dem Archiv von Audi Tradition), Format 22,0 cm / 24,9 cm / 2,7 cm (B/H/T), gebunden, Schutzumschlag mit Ro 80 Foto, Preis EUR 29,90, ISBN: 3768832767.

1 Million NSU Automoblie, es ist ein Ro 80

Wenn wir heute den Namen NSU hören, denken wir natürlich zuerst an die von uns geliebten Prinz-Kleinwagen oder den NSU Spider und den revolutionären Typ Ro 80 mit Wankelmotor. Dass NSU aber schon Ende des 19. Jahrhunderts in die ganz frühen automobilen Anfänge involviert war, wissen nur ganz wenige. Diese bislang einmalige Monografie zeichnet die gesamte Geschichte des Unternehmens und der Marke NSU mit allen Höhen und Tiefen nach und liefert einen detaillierten Überblick über sämtliche mehrspurigen NSU-Modelle mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos – immer auch mit einem passenden Bezug zur Kultur und Zeitgeschichte. Man kann es lesen, wie einen spannenden Roman und bekommt trotzdem wichtige Informationen rund um die Firma NSU und wie sie sich durch die Wogen der Zeit lavierte und immer wieder hochinteressante Fahrzeugkonzepte unters Volk brachte.

Ziel von Klaus Arth ist es gewesen, die gesamte Automobilgeschichte rund um die Marke NSU ganzheitlich darzustellen. Es geht im ersten Drittel des Buches u. a. um die ersten Arbeiten, wo für Daimler 1886 die Fahrgestelle für die ersten Daimler Mobile bei NSU entwickelt und gefertigt wurden. Weiter in seinem Buch geht es zu den ersten NSU Automobilen, kurz nach der Jahrhundertwende ins zwanzigste Jahrhundert, über die motorsportlichen Erfolge bis zum Ende der 1920er Jahre. Hervorzuheben ist auch die bisher fast undokumentierte Autogeschichte, nachdem Fiat in schweren wirtschaftlichen Krisenzeiten die NSU Fahrzeugfabrik in Heilbronn kaufte und die Produktion von NSU-Typen übernahm, die Fiat Fertigung und einige zwischenzeitliche Mischtypen unters Volk brachte. Bei NSU sollten für lange Zeit keine eigenen Automodelle mehr produziert werden, doch es gab auch hier stets interessante Entwicklungen. Ein bis heute erhaltener Volkswagen Prototyp, der NSU Typ 32, stammt aus den NSU Werken. Dieser Typ wurde für Ferdinand Porsche entwickelt und in drei Prototypen hergestellt.

Doch der größte Teil des Buches befasst sich umfassend mit dem zweiten Anlauf der Firma NSU zur Automobilproduktion und setzt in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts mit den kleinen Prinzen wieder ein. Ein gut vermarktbares Produkt für die nicht mehr so gut zu verkaufenden Zweiräder musste her. Und dann war da ja auch noch der Kreiskolbenmotor, System NSU/Wankel, der auf seine Vermarktung als Antriebsalternative der Zukunft wartete. Doch auch diese Zeit war sehr bewegt. Den Abschluss bildet das Kapitel „Keine Zukunft für den NSU Ro 80 und Wankel“ und ein Nachwort zum Zusammenschluss von NSU und Auto Union mit 40 Jahren geschichtlichem Abstand zeigt, dass der aktuelle Erfolg der Marke Audi auch heute noch zu einem guten Teil in Neckarsulm zuhause ist.

Klaus Arth hat mir in einer Mail mitgeteilt, welches seine Zielsetzung für das Buch war:

… „Es war mir wichtig, nicht nur die Neuzeit nach 1957 ausführlich darzulegen, sondern auch die Periode vor 1932/34 endlich einmal ausführlich aufzuarbeiten. NSU lässt sich eben nicht nur auf Prinzen und Ro 80 beschränken. Dazu alles in einen Kontext mit der Kultur-, Zeit- und wechselvollen NSU-Geschichte stellen, sowie auch die jeweilige automobile Konkurrenz als Vergleich kurz beleuchten.

Bei den Fotos habe ich darauf Wert gelegt, möglichst viele unbekannte Aufnahmen zu verwenden, bevorzugt welche die aus dem Leben kommen, und Werbefotos zu vermeiden. … Es hätten eigentlich noch mehr werden sollen, gerade aus der Prinz-Anfangszeit ist noch viel Potential vorhanden. Ab 1969 wird es dann recht dünn mit guten Fotos, da spürt man selbst im Neckarsulmer Archiv den Beginn der kalten VW-Jahre“..

Das Statement trifft es sehr gut, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

GeGe

Der letzte Prinz 4 läuft vom Band

Der letzte Prinz 4 läuft vom Band

Abschied vom Prinz 4, am 17.07.1973 um 11.39h im Werk Heilbronn

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Neuer NSU Teilekatalog bei Sälzer

NSU Motorsport- und Serienteile

Wir haben unsere aktualisierte Teileliste mit NSU Motorsport- und Serienteilen zum Download auf unserer

Homepage
direkter Link zur NSU Downloadseite:
Saelzer-race-nsuFragen zu den angebotenen Produkten beantworten wir gerne – kontaktieren Sie uns.
Telefon: 02324 78495, info@saelzer-motorsport.de

Mit freundlichen Grüßen
Guido Sälzer

Telefon: 02324 78495
eingestellt GeGe 15.04.2011
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NSU Walter hat jetzt eine Internetseite

Zufällig bin ich kürzlich auf die neue Internetseite von NSU-Walter gestoßen. Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, macht aber schon einen ganz guten Eindruck. Leider fehlen bei vielen Teilen noch die zugehörigen Bilder.

>> Fa. Walter ist in die Nähe von Nürnberg umgezogen und wird jetzt von Jörg Höber betrieben. Webseite und Email bleiben weiterhin gültig.

 

Link zu NSU-Walter      falls das Anklicken nicht klappt, hier die Adresse: http://www.nsuwalter.de/

 

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NSU Buch: NSU Fotoalbum 1906 -1977

Neues Buch aus dem Verlag Johann Kleine-Vennekate: NSU Fotoalbum 1906 bis 1977 von  Volker Bruse / Alexander Franc Storz

Faszination NSU!

buch-nsu-fotoalbum-1906-1977

buch-nsu-fotoalbum-1906-1977

Alte Fotos, Momentaufnahmen längst vergangener Zeiten, lassen das Herz eines jeden Enthusiasten der Neckarsulmer Marke höher schlagen.

In diesem Buche sind sie alle vereint, die legendären Vorkriegswagen aus der Goldenen Ära, die kleinen Prinzen aus der Wirtschaftswunderzeit, die bis in die frühen 70er Jahre leben durften, und vor allem der zum Kult gewordene NSU Ro 80.

Dem Leser begegnen einzigartige Bilder vom Leben mit den Autos, die unsere Väter Großväter und Urgroßväter im Alltag fuhren und die wir verehren. Fotos seit der Frühzeit der Automobilisierung, aus der Wirtschaftswunderzeit und der saturierten Epoche danach – immer individuell erstellt, von Fotografen, Fahrern und Freunden. Gehen Sie auf Zeitreise, gebannt auf Fotopapier und Dias, in erstklassiger Qualität wiedergegeben und von pointierten Texten begleitet.

144 Seiten / 21 x 28 cm / Hardcover

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Hallo NSU Welt!

Da wir mit dem normalen Forum unser Website Akzeptanzprobleme haben, unser früher genutzte einfaches  Forum leider in der neuen Serverumgebung nicht mehr funktioniert und das ersatzweise angelegte neue, einfache Forum auch innerhalb der letzten seche Wochen kaum genutzt wurde, wird das „neue alte Forum“ wieder abgeschaltet und durch diesen WordPress Blog ersetzt. Registrierte Nutzer können Berichte schreiben, andere können wenigsten Kommentare dazu abgeben.

Dieses soll ein Versuch zur Verbesserung der Kommunikation sein. Ich hoffe, dass dieses oft eingesetzte WordPress Werkzeug hier eine breite Nutzergruppe finden wird.

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Preview Essen

Dieses Jahr hatten wir uns für das Thema Motorsport entschieden.

Fahrzeuge:

Renn TT von Rainer Oesterbeck, Duisburg (TT-Trophy Sieger 2007)

getunter TT von Thomas Götzen, Viersen

getunter 4-Zylinder Sportprinz

getunter Prinz 3 von Rudi Beck, Lindlar

evtl. Thurner von Olli Doetsch, Oberhausen oder Renn-TT von Friedhelm Henemann, Oberhausen (24Std. Rennen)

der Spider Club bringt einen RennSpider (der war auch mal auf einem Cover der PP)

Motorräder:

OSL, Rennfox, evtl. Grasbahn-Max, Quickly T, Münch TTS

Wir markieren auf dem Teppich eine Rennpiste. stellen zur Deko Ölfässer und Fahnen auf, bauen eine Box und Tackern schwarzen Stoff drauf. Vor der Box steht ein TT: aufgebockt ein Rad ab. Der Mechaniker kniet mit Schlagschrauber und Werkzeugkiste davor. Ein Satz Rennreifen stehen daneben in einem zeitgenössischen „Continental“ Reifenständer. Neben der Box steht ein TV-Gerät und eine DVD läuft mit Filmen, die während eines Rennens im TT gedreht wurden.

Neben der Theke steht eine Vitrine mit Bergrenn-Modellen und die gesamte Fahrzeug-Palette in 1:43. Dann haben wir noch ein „Acryl-Fass“ für die Verkaufsware.

Für Freitag haben einige Rennfahrer ihr Kommen zugesagt, und werden Fragen der Motorsport- und Tuninginteressierten NSU-Gemeinde (die ich in div. Foren und Emailverteilern noch heiss mache) beantworten.

gez.  Stefan

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Bremen Classic Motorshow Rundgang

von GeGe

Die Oldtimersaison kann kommen

Thurner RS
 Der Thurner von Ernst Griepenburg war auf dem Drehteller das Schaustück des ACI Standes

Bremen entwickelt sich immer mehr zum Treffpunkt für Enthusiasten. Auf dem ACI Gemeinschaftsstand waren der Wankel-Spider-Club und die NSU Prinz IG und die NSU Zweirad-IG vertreten. Doch zu den Standdetail mehr im Bericht von Claus Kynast.

33.589 Besucher verzeichnete die Bremen Classic Motorshow vom 01. – 3. Februar in den sieben Hallen der Messe Bremen. „Damit haben wir unser Ziel erreicht, die Besucherzahlen wieder einmal zu steigern“ sagt Frank Ruge, Projektleiter der ersten Oldtimermesse des Jahres. Auch das Datum für die siebte Bremen Classic Motorshow steht bereits fest und zwar vom 6. bis 8. Februar 2009.

Auch in der Szene ist zu beobachten, dass immer mehr Oldtimerfans daran interessiert seien, gut vorbereitet in die Saison zu starten. Die Messebesucher suchen nach Gleichgesinnten und guten Veranstaltungen und haben definitiv auch den Spaßfaktor Oldtimer entdeckt. Zahlreiche Vorankündigungen von Oldtimerveranstaltungen wurden auf Flyern bekannt gemacht.


Neu aufgebauter TT-Motor mit Weber Doppelvergasern und bandagierter Flamme

Stefan Kynast
Stefan Kynast mit seinem frisch aufgebauten verbesserten Typ 67

So ging das früher, ein paar Antriebskomponeten von vorhanden Fahrzeugen, eine Karosseriekontur aus Flachmaterial gebogen und dann als Deckschicht Duraluminium passend zurechtgehämmert. Fertig ist der Leichtbau, hier mit kleinem Frontmotor und Frontantrieb. Curt Delfosse war so ein genialer Konstrukteur.

 

 DVD Delfosse

Der DVD- Delfosse Prototyp kann ab 12. April 2008 in Hamburg in der Speicherstadt bei prototyp-hamburg.de besichtigt werden

Bei dem ausgestellten Wagen handelte es sich um ein Versuchsfahrzeug, von dem zwei Stück hergestellt wurden, genannt DVD-Delfosse. Angetrieben wurde der Monoposto von einem Zündapp KS 600 Motor, 600 ccm und 30 PS, er lief damit 165 km/h und wog nur 350 kg. Später wanderte Delfosse zuerst nach Argentinien  und dann weiter nach Kalifornien aus, wo er kleine Serien von Einsteigerrennwagen konstruierte. Dort verwendete er dann in seinen Kleinrennwagen dann Prinz II Achsen und Motoren.

Zwei sehr schöne Geländemotorräder wurden in einer Sonderausstellung gezeigt. Die erste, war eine 1938 OSL,  auf 264 ccm aufgebohrt, Rahmen original mit Ausleger für eine Lux Schwinge, eine 32er-Ceriani Gabel, und einem Gesamtgewicht von 99 Kg. Der Umbau erfolgte 1997 von Werner Siebenhaar aus Bargteheide.  Eingesetzt wird sie abwechselnd mit einer Maxi bei Classic Trial Läufen. Die Maxi von 1957 wurde 1990 umgerüstet von 175 ccm auf jetzt 230ccm mit  einem 65,5 Honda Kolben.  Die Nockensteuerung wurde speziell für den Cross-Betrieb von der Schubstange auf Kette umgerüstet. Tank und Zündung stammen von einem Garelli Moped.

NSU Geländemaschine
NSU Geländemaschine, modifizierter Eigenbau, Auf der Bremen Classic Motorshow 2008: Bei ‚Spirit of the Show‘ – Vierter Platz



Die legendären Münch Motorräder, die jetzt in Lüneburg bei Rolf Dahmen, DHB-Motorradtechnik aufgebaut werden. Ganz interessant war dort ein Motor mit einem einzelnen Doppelvergaser, der wohl ursprünglich für den US-Markt verwendet wurde.

Münch Motor mit zentralem Weber Flachstrom-Doppelvergaser
Münch Motor mit einem einzelnen zentralen Weber Flachstrom-Doppelvergaser

In einer weiteren Sonderausstellung wurde um den Nachwuchs im Karosseriebauhandwerk geworben, dazu waren Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Meisterschüler aus der ganzen Republik angereist und stellten ihre Kunstwerke vor. Bei den Meistern konnte man die hohe Kunst der dreidimensionalen Blechverformung unter Verwendung unterschiedlichster Karosserieformwerkzeuge am praktischen Beispiel bewundern. Angefangen wurde mit einfachsten Werkzeugen, wie Holzhammer und Sandsack die gewünschte Kontur zurechtgeklopft.

English Wheel.

 Die Feinarbeit wurde dann von den Experten am sog. „English Wheel“, einer groß ausladenden Vorrichtung mit gegeneinander laufenden Metallrädern fein bearbeitet. Für Experten gibt es so etwas auch in ganz gr0ß und schwer, heißt dann Eckhold und kommt aus dem Harz. Hier konnte man sehen, wie aufwändig es doch ist, eine perfekte Karosserieform herzustellen oder passende Reparaturbleche anzufertigen. Doch es ist machbar und  die Arbeit der Spezialisten ist jeden Hammerschlag wert.


Der Rotary Drive Europa Club war mit einem schön aufgebauten RX-7 SA2 Rennwagen nach Bremen gekommen. Der dort verbaut Toyo Kogyo 12a Motor trägt in seinen Trochoidengehäusen übrigens als letzer  Mazda Motortyp noch den Hinweis „ License NSU-Wankel“ eingeprägt.


RX-7 Rennwagen

Auf dem Mercedes Clubstand wurde auch ein Vierscheiben Wankel C111 ausgestellt. Leider war dort trotz eingehender Überredungsversuche niemand gewillt die Motorhaube zu öffnen.

Quellen:

http://www.classicmotorshow.de/

http://www.dhb-motorradtechnik.de

http://www.prototyp-hamburg.de  ab 12.04.2008 in Hamburg

weitere Bilder unter:

http://www.gege-nsu.de/nsu-fotos-2008/index.html

http://www.classicmotorshow.de/


Termine:

Herkules Classic auf dem Flughafen Kassel-Calden, Ostern, am 21. – 22. März 2008,   http://www.herkules-classic.de

3. Aller-Leine-Tal Oldtimertreffen im Burghof Rethem, am 01. Mai. 2008, Eintritt frei. http://www.msc-aller-leine.de

3. Oldtimertreffen am 24. und 25. Mai 2008 anlässlich der Landpartie in Bückeburg

28. Oldtimertreffen und Teilemarkt in Asendorf am 01. Juni 2008 von 09.00h – 18.00h, Info 0421-894772

2000 km durch Deutschland, 12. -20. Juli 2008. Ziel Hannover Messegelände mit Oldtimertreffen. http://www.2000km.com

 

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Testbild RX-8 neue Version

Hier soll in die Info ein Bild eingefügt werden, und zwar hier…

Neuer RX-8 vorgestellt

… danach geht es mit Text weiter.

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