Iberg Rennen 2000

Am 1./2. Juli fand in Heiligenstadt der Kübler Gruppe H Bergcup statt. Im Rahmen dieses Cups starteten natürlich auch wieder die NSU'S zu ihrem ersten Schlagabtausch im Jahr 2000.

Am Start waren fünf NSU'S, neu dabei Uwe Schindler, ein bekannt schneller Slalomfahrer aus Bayern mit seinem neu aufgebauten Bergauto. Er ist einer der wenigen NSU-Fahrer, die im nationalen Slalombereich noch einen TT einsetzen. Der zweite Neuling, natürlich ein alter Bekannter, Fritz Müller aus Braunschweig, der erst einmal einen verbesserten 1300er Straßen-TT mit Slicks versah und an den Start brachte, da sein blau-roter Renn-NSU noch nicht ganz fertig gestellt war. Die anderen drei Fahrer sind bekannte Größen aus der NSU Bergrennszene, Bernd Wenninger, Horst Fleischer und Jürgen Lätsch.

Das Training am Samstag lief eigentlich sehr gut, da das Wetter mitspielte und die Strecke trocken blieb. Kleinere Reparaturen, wie eine verschlissene Kupplungsscheibe bei Jürgen und Aussetzer bei Uwe Schindler, waren schnell behoben.

Am Rennsonntag spielte das Wetter die Hauptrolle in Heiligenstadt. Nach einem leichten Sprühregen am Morgen trockneten die Waldpassagen der 1.96 km langen Strecke nie ab. Start und Zielgerade waren jedoch sehr schnell trocken.

Der daraus resultierende Reifenpoker wurde dann im letzten Lauf durch einen längeren Regenschauer beendet. Im halbtrockenen kam Horst Fleischer am besten zurecht und markierte mit 1.13 Minuten NSU Bestzeit. Jürgen konnte nicht mehr kontern, da sich im zweiten Wertungslauf sein Schwungrad verabschiedete, sich selbständig machte aber zum Glück keinen größeren Schaden anrichtete. Fritz und Bernd waren sehr flott unterwegs und fuhren identische Zeiten zwischen 1.15 und 1.17 Minuten. Uwes Sportgetriebe war leider im dritten und vierten Gang zu lang übersetzt und so mußte er auf der langen Geraden ungewollt Zeit liegen lassen, hinzu kam die kurze gerade Ansaugung, die in den engen Kehren Drehmoment nahm.

Alles entscheiden sollte der letzte Wertungslauf im Regen. Horst ging alles vorsichtiger an, da er seinen bildschönen! Jägermeister TT noch nie im Regen bewegt hatte. Bernd Wenninger fuhr eine traumhafte Zeit im Regen, gefolgt von Fritz Müller, Horst Fleischer und Uwe Schindler. Uwe fuhr mehr spektakulär und quer, das war natürlich eine Wohltat für mich und meine Videokamera! So lautete das Ergebnis: erster Bernd und sensationeller zehnter in der Gesamtwertung gefolgt von Fritz und Horst sowie Uwe. Ich würde sagen, wieder mal ein Wochenende voller Action und Reifenwechsel sowie eine gelungene Premiere von Uwe und Fritz.

Frank Altstädt



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