NSUs bei den Oldtimer-Tagen Lippe Detmold
und die Eroberung der Externsteine
 
 

Jetzt, im zumeist dunklen und regnerischem Winter erinnert man sich gerne an den Sommer zurück. Hell und freundlich – und vor allem konnten wir NSU fahren! Dazu folgende (Abenteuer-) Geschichte:

Ende August fanden in Detmold die Oldtimer-Tage Lippe Detmold statt (ich hatte darüber in der PP informiert und manche aus der Region angeschrieben – z.T. leider ohne Resonanz ...). Es kamen die Ehepaare Marx und Temme, Gerd Geiling mit seiner Mutter, Heinz Meier und Klaus Kynast. Wir trafen uns zum Sammeln zunächst bei mir in Hiddesen. 6 NSUs auf einmal – das hatte das Dorf wahrscheinlich noch nie gesehen!
 

Nach einer kleinen Erfrischung bei bestem Sommerwetter ging es los – zum Baubetriebshof, ca. 10 Autominuten entfernt. Gut das ich vorher reserviert hatte, das Gelände war brechend voll. Einige Besucher schienen so an den Fahrzeugen interessiert zu sein, daß sie sie gleich unter die Lupe nehmen wollten. So erreichte unser kleiner Convoy die Stellfläche nur mühsam – und nicht komplett, denn Claus wurde vom Radio Lippe-Moderator gleich zurückgehalten, um sein Fahrzeug vorzustellen. Bald wußte jeder, was es mit dem Thema Wankelmotor auf sich hat. Unterstützt wurde er von Willi Schneider, der mit seinem Mazda RX 7 ebenfalls die Trochide schnurren ließ – er klang bei 6000 Umdrehungen wie ein Sechszylinder ...

Als wir uns dann endlich sammeln konnten, stießen auch Thomas Böhmer und Eckhard Tielkemeier zu uns. Wilfried – nicht faul – legte gleich ein paar neue Infobroschüren über die Prinz IG aus. Werbung ist halt alles !

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Nachdem jeder von uns das Gelände mit all den Anbietern und Besuchern erkundet hatte – die meisten sind auch in irgendeiner Art und Weise fündig geworden, wurden Gerd, Wilfried und ich mit meinem Sport Prinz ans Mikrofon gebeten. Hier konnten wir die Gelegenheit nutzen, nicht nur unsere Fahrzeuge, sondern auch Ziele und Aktivitäten der Prinz IG vorzustellen. Die Überlegungen laufen noch, ob SAT 1 daraus einen Werbespot machen könnte ...!

Am frühen Abend lichteten sich ganz langsam die Reihen und wir überlegten, wohin es noch gehen könnte. Zugegebenermaßen war der Tag ganz schön anstrengend gewesen. Vor allen den Damen machte die Hitze zu schaffen. Aber: da wir nun schon mal in der Nähe waren, wollten wir auch noch die Externsteine, ein wunderschönes Naturdenkmal mit nennenswerter Historie, besuchen.

Nur so einfach war das leider nicht, denn mein Sport Prinz meinte nämlich sich verabschieden zu müssen: eine kurze Analyse zeigte Gott sei Dank schnell eine verrußte Zündkerze als Ursache des Übels. Und wie immer war gerade eine Kerze nicht bei mir an Bord – aus Erfahrung wird man klug. Klüger war da Christoph Marx, der mir mit einer aushelfen konnte. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür !

Und nun beginnt der abenteuerliche Teil dieses Tages:

Die Eroberung der Externsteine

Endlich an den Externsteinen angekommen meinte Gerd nämlich, wir müßten das Titelfoto zum Testbericht des Sport Prinzen aus Roller-Mobil-Kleinwagen nachstellen (siehe auch PP 77). Das war leichter gesagt als getan, denn man kann heute nicht mehr wie damals genau vor den Steinen halten. Und der angesprochene Wirt wollte die Zufahrt nicht öffnen, da er Repressalien der Forstbehörde fürchtete. Ein Angestellter eben dieser Forstverwaltung, der das Eintrittsgeld zur Besteigung der Steine kassierte, konnte leider nur in schwachem Deutsch eine sehr wage Wegbeschreibung zu einer weiteren Anfahrtsmöglichkeit geben. Hier hätte ich ja fast aufgegeben, aber Gerd meinte nur, daß wir den Weg halt selber finden müssen. Gesagt, getan. So fuhr ich also mit meinem Sport Prinz auf einem Forstweg mitten durch den Wald. Ich weiß leider nicht, wer erstaunter geguckt haben muß: die Spaziergänger, will sie urplötzlich im Grünen einen Oldtimer im Wald anknattern sahen oder ich, weil ich nur dachte: wenn sie dich jetzt kriegen, bist du dran!

Scheinbar hatte ich aber den richtigen Weg gefunden, denn plötzlich endete der Wald und ich stand vor dem gewaltigen Steinmassiv. Freudig begrüßten mich die anderen. Ebenso lang wie die Wegfindung war nun die Bestimmung der Position, in die der Wagen gebracht werden mußte, um dem Foto am nächsten zu kommen. War ich froh, als der Auslöser endlich klickte.

Ob sich der Aufwand gelohnt hat, könnt Ihr selbst entscheiden. Für alle Beteiligten war es jedenfalls ein Riesenspaß !!

von Bernd Lingsch, Q.: PP 78-12.99-S.25
 
 

Sport Prinz bei den Externsteinen anno ´99

 

Hier nochmal ein Beweisfoto von unsrerem aktivierten Aufnahmeteam:


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http://www.nsu-ig.de/ ....bl-detm99.htm, Vers. 17.01.00 Ge